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Das Sportschießen

Sportschießen oder auch Schießsport ist national und international der sportliche Umgang mit Schusswaffen oder Bogenwaffen (Armbrust/Bogen). Ein Gesellschaftssport aber auch Wettkampfsport der Regeln unterliegt und Verantwortung beinhaltet.

Sportschiessen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, die gute Nerven, eine gute Grundkondition und eine gesunde Portion Ehrgeiz verlangt. Der Reiz an dieser Sportart ist, dass es eben nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Vielmehr erfordert es ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung um erfolgreich eine Zehn bzw.10,9 (10 ist die höchstmögliche Ringzahl, bei Zehntelwertung ist dies die 10,9) zu treffen. Man braucht neben einer ruhigen Hand und innerer Ruhe auch eine gute allgemeine Kondition, um seinen Körper unter Kontrolle halten zu können. Dies braucht Training, sowohl körperliches als auch mentales.

In unserer Gesellschaft werden diese umfassenden Fähigkeiten häufig unterschätzt und das Sportschießen findet oft nicht die entsprechende Anerkennung, die es verdient hätte.

Zusammengefasst ist der Schießsport jedoch ein Sport der viel Freude bereitet und sowohl Schülern und Jugendlichen Frauen und Männern bis ins hohe Alter gleichermaßen begeistern kann. In kaum einer anderen Sportart kann zum Beispiel ein Jugendlicher zusammen mit seinem Bruder, der Mutter und dem Großvater in derselben Disziplin bei Wettkämpfen starten.

 > LICHTPUNKT-SCHIESSEN <
 

Der Einstieg in das Sportschießen kann ab 6 Jahren mit dem Lichtpunktschießen beginnen. Mit diesem Schießen kann man den Spaß vermitteln, den Jugendliche im Alter zwischen 6 und 10 Jahren zunächst benötigen, um sich später ernsthaft für eine Sportart zu interessieren und zu entscheiden.

Ab 10 Jahren können die Jugendlichen dann langsam in Stufen an das Training mit dem Luftgewehr/Luftpistole heran geführt werden, um Konzentration und Körperbeherrschung für das  komplexe Freihand-Schießen zu erlangen.

 

Nach dem > Waffengesetz < ist das Mindestalter für die Ausübung des Schießsports mit Druckluftwaffen auf 12 Jahre festgelegt. Mit Ausnahmegenehmigung der zuständigen Waffenbehörde schon ab 10 Jahren.                                                Jugendliche die  16 Jahre  alt sind, ist auch das Schießen mit kleinkalibrigen Schusswaffen (KK) (Kleinkaliber-Gewehre/Pistolen) unter Obhut verantwortlicher und zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneter Aufsichtspersonen erlaubt. Unter bestimmten Auflagen bezüglich der physischen und psychischen Entwicklung der Jugendlichen können Ausnahmen von der Altersgrenze beantragt werden und Jugendliche können dann ab 14 Jahre schießen.

In allen Fällen ist eine Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten erforderlich.

 

FREIHAND-SCHIESSEN

Im sportlichen Schießen wird in allen Disziplinen und den Altersklassen 12 bis 40 Jahre nur FREIHAND geschossen.

Bei allen Wettkämpfen gibt es nach oben keine Altersbegrenzung. Wer sich fit genug fühlt, kann auch mit über 80 Jahren an FREIHAND-Wettkämpfen z. B. an den DEUTSCHEN MEISTERSCHAFTEN in München teilnehmen.

Freihand
Auflage

AUFLAGE-SCHIESSEN                                                                                 Wettkämpfe mit aufgelegten Waffen werden für Luftgewehr, Luftpistole,
KK-Gewehr 50 + 100m, Pistole 25 + 50m,
Zimmerstutzen und Armbrust durchgeführt. 

Verwendet werden dafür die üblichen Sportwaffen.

Die „aufgelegten Disziplinen“ wurden in das offizielle

Regelwerk > Sportordnung des Deutschen Schützenbundes <

aufgenommen.
Im Jahr 2006 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften

im Auflageschießen durchgeführt.

Auf den unteren Verbandsebenen (Verein, Kreis, Bezirk, Land)                                 kann bereits ab dem  41. Lebensjahr Auflage geschossen werden.                             (Das sind dann die SeniorenInnen0“, 41. bis 50. Lebensjahr.)

An den Deutschen Meisterschaften Auflage kann man erst ab

dem 51. Lebensjahr teilnehmen.

 

Beim aufgelegten Schießen werden 30 Schuss (3 Serien a 10 Schuss) geschossen. Da die Schießleistungen im oberen Bereich sehr eng beieinander liegen, erfolgt eine ZEHNTELWERTUNG durch Auswertemaschinen bzw. durch das Schießen auf elektronische Scheiben.
 Somit sind theoretisch 327,0 Ringe bei Auflage-Wettkämpfen zu erreichen.

Für Wettkämpfe nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes

gibt es zur Angleichung an das Leistungsvermögen so genannte Wettkampfklassen. 

Als Berechnungszeitraum gilt immer das jeweilige Sportjahr (Kalenderjahr).

 

Wettkampfklassen für Kugelwettbewerbe, Target Sprint und Sommerbiathlon

männlich

weiblich

Schüler

< 14 Jahre

Schülerinnen

< 14 Jahre

Jugend

15 - 16 Jahre

Jugend Jahre

15 - 16 Jahre

Junioren II

17 - 18 Jahre

Juniorinnen II

17 - 18 Jahre

Junioren I

19 - 20 Jahre

Juniorinnen I

19 - 20 Jahre

Herren I

21 - 40 Jahre

Damen I

21 - 40 Jahre

Herren II

41 - 50 Jahre

Damen II

41 - 50 Jahre

Herren III

51 - 60 Jahre

Damen III

51 - 60 Jahre

Herren IV

>      61 Jahre

Damen IV

>      61 Jahre

 

Wettkampfklassen für AUFLAGE-Wettbewerbe

männlich

weiblich

Senioren I

51 - 60 Jahre

Seniorinnen I

51 - 60 Jahre

Senioren II

61 - 65 Jahre

Seniorinnen II

61 - 65 Jahre

Senioren III

66 - 70 Jahre

Seniorinnen III

66 - 70 Jahre

Senioren IV

71 - 75 Jahre

Seniorinnen IV

71 - 75 Jahre

Senioren V

>      76 Jahre

Seniorinnen I

>      76 Jahre

Nur für Wettbewerbe auf der Ebene Verein, Kreis, Bezirk, Land

Senioren 0

41 - 50 Jahre

Seniorinnen 0

41 - 50 Jahre

 

 

 

 

LIEGEND-SCHIESSEN
KNIEEND-SCHIESSEN

 

Was versteht man unter sportlichem Gewehrschießen?

Sportliches Gewehrschießen kann man in verschiedenen Formen betreiben. Zum einen unterscheiden sich die Waffen nach ihren verschiedenen Kalibern, bzw. der Art, wie sie die Kugel ins Ziel bringen, zum anderen wird in unterschiedlichen Anschlagsarten geschossen. 
 

Die gängigsten Gewehrarten sind das > Luftgewehr < und das > Kleinkalibergewehr. <
Gezielt wird mit Hilfe eines Diopters und eines Ringkornes. Sobald sich "das Schwarze" der Scheibe in der Mitte des Ringkornes befindet, kann der Schuss gelöst werden, und man schießt eine Zehn.

Damit der eigene Körper möglichst ruhig steht, tragen Gewehrschützen für Außenstehende recht seltsam anmutende Schießkleidung. Jacken und Hosen aus festem Material und Schuhe mit extrastarker glatter Sohle verleihen dem Gewehrschützen den typischen "Entengang", wenn sie sich zum Schießstand bewegen.
 

Beim Luftgewehr wird eine Bleikugel (eigentlich keine Kugel, daher auch Diabolo genannt) mit einem Durchmesser von 4,5 mm durch komprimierte Luft oder CO2 durch den Lauf getrieben. Das Ziel „die Zehn“, ein 0,5 mm kleiner Punkt, befindet sich in einer Entfernung von 10 Metern. Im Wettkampf schießen Schüler (bis 14 Jahre) 20 Schuss, die Junioren(innen), wie auch die Damen und Herren 40 Schuss. Bei nationalen und internationalen Wettkämpfen werden 60 Schuss geschossen.

Für die Schüler und Jugendklasse wird auch ein Dreistellungswettbewerb mit dem Luftgewehr durchgeführt. Hier werden jeweils 20 Schuss im Kniend, Liegend und Stehend zur Heranführung an den KK-Dreistellungskampf geschossen.
 

Beim Kleinkalibergewehr wird mit so genannten Randfeuerpatronen mit einem Kaliber von 5,6mm geschossen. Hier löst der Abzug einen Schlag auf den Zünder im hinteren Teil der Patrone aus, dieser explodiert und die freigesetzte Energie treibt ein Bleigeschoss Richtung Scheibe. Diese steht je nach Disziplin 50 oder 100 Meter vom Schützen entfernt. Als offizielle Wettkampfprogramme 50m sind hier 60 Schuss LIEGEND, 50m Zielfernrohr/Diopter, die Dreistellungs-Wettkämpfe 3x20 bzw. 3x40 Schuss in den Anschlägen KNIEEND, LIEGEND, STEHEND und 50m AUFLAGE Zielfernrohr/Diopter im Angebot. Im Sportschießen werden 100m- Disziplinen im Anschlag "STEHEND FREIHAND" und 100m AUFLAGE Zielfernrohr/Diopter, jeweils 30 Schuss geschossen.